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Die Sehnsucht des Vorlesers por Jean-Paul…
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Die Sehnsucht des Vorlesers (edição 2015)

por Jean-Paul Didierlaurent

MembrosCríticasPopularidadeAvaliação médiaDiscussões
116,533,080 (5)Nenhum(a)
Membro:Heidi64
Título:Die Sehnsucht des Vorlesers
Autores:Jean-Paul Didierlaurent
Informação:Hörbuch Hamburg, Audible Audio, 56 pages
Colecções:A sua biblioteca
Avaliação:*****
Etiquetas:Nenhum(a)

Pormenores da obra

Die Sehnsucht des Vorlesers por Jean-Paul Didierlaurent

Adicionado recentemente porHeidi64

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Ich muss mich zunächst bei meiner lieben Freundin Jinjer bedanken, die dieses Buch mit einem Stern bewertete, und sinngemäß mit dem Kommentar „was zur Hölle war das?“ bedachte. Zum Glück hat mich dieses Review nicht abgeschreckt, sondern neugierig gemacht, denn sonst hätte ich eine ZAUBERHAFTE Geschichte verpasst.

Diese spielt im Frankreich der heutigen Zeit. Guylain Vignolles wurde als Kind wegen seines Namens gehänselt, den man im Französischen zu so etwas wie „blöder Kasper“ verballhornen kann. (Ich habe sehr mitgefühlt, da ich früher wegen meines Nachnamens oft gehänselt wurde.) Also hat er sich zu einer Art Einzelgänger entwickelt. Obendrein geht er einer beruflichen Tätigkeit nach, die er hasst: er arbeitet in einer Papierverwertungs-Fabrik, in der alte bzw. neue, aber nicht verkaufte Bücher zu Papierbrei verarbeitet werden. Guylain ist ein Liebhaber von Literatur, Büchervernichtung für ihn ein Akt der Barbarei. Deshalb nennt er die Maschine „Das Biest“. Am Ende eines jeden Arbeitstages gibt es immer wieder einzelne Blätter, die vom Biest nicht erfasst wurden. Diese nimmt er verbotenerweise und in einem Akt der Rebellion heimlich an sich. Morgens und abends in seinem Pendlerzug, liest er einer aufmerksam lauschenden Gruppe von Leuten in seinem Abteil diese Seiten vor. Es sind immer nur kleine Auszüge aus den unterschiedlichsten Büchern. Nicht nur Romane, auch Kochbücher können dabei sein, dann liest er eben ein Kochrezept vor. Und alle lauschen ihm gespannt und freuen sich auf die Zugfahrten.

Seine einzigen Freunde sind der Schrankenwärter am Fabrikeingang, der mit großer Leidenschaft literarische Dramen zitiert, und ein ehemaliger Mitarbeiter, der durch einen Unfall mit dem „Biest“ beide Beine verloren hat. Zu letzterem und seinen im Papierbrei verarbeiteten Beinen (die jetzt quasi wieder in neuen Buchseiten stecken, wenn man so will) gibt es eine skurrile Nebengeschichte.

Eines Tages wird Guylain von zwei älteren Damen eingeladen, nicht nur im Zug vorzulesen, sondern in dem Seniorenheim, in dem sie leben. Erst zögernd nimmt er an, und bereitet dann doch den Einwohnern dort eine große Freude mit dem Vorlesen der einzelnen Buchseiten. Wie zum neuen Leben erweckt, diskutieren sie alle eifrig die Textauszüge und sehen bald alle der samstäglichen Vorlesestunde entgegen.

Und dann verändert ein USB-Stick alles. Den findet Guylain irgendwann im Zug. Auf ihm viele Dateien – das getippte Tagebuch einer Toilettenfrau. Sie arbeitet in der Kundentoilette eines Einkaufszentrums, zählt regelmäßig die Kacheln an den Wänden und sinniert über ihr Leben. Bald schon liest Guylain seinen Zuhörer*innen nicht mehr aus den Buchseiten vor, sondern aus dem Tagebuch dieser Frau, deren Geschichte ihn mehr und mehr in seinen Bann zieht. Und er beschließt, sie zu suchen.

Ich habe ALLES an diesem Buch geliebt. Jeden einzelnen liebenswürdigen Charakter, incl. Goldfisch Rouget de Lisle der VI.

Es ist eine Liebeserklärung an die Literatur und an das, was sie für sehr viele Menschen bedeutet. Auch wenn ich nicht morgens mit dem Zug zur Arbeit fahre, stelle ich mir doch vor, wie es in so einem Fall wäre, wenn jemand immer wieder aus Büchern vorlesen würde, und alle Anwesenden hörten zu. Ich mochte diesen Guylain und seine kleine Rebellion gegen das Vernichten von Büchern, von Literatur so sehr! Und die Reaktionen der alten Leute im Seniorenheim! Ist das nicht genau das, was wir alle – die wir Bücher lieben – so sehr mögen? Geschichten entdecken und uns darüber austauschen?

Immer wieder gibt es auch sehr humorvolle Stellen und das eine oder andere Mal musste ich doch sehr schmunzeln oder sogar lachen. Ich mochte die Auszüge aus den Büchern, die Guylain vorgelesen hat, und bei dem einen oder anderen hätte ich gerne gewusst, um welches Buch es sich handelt bzw. wie die Geschichten weitergehen. Das Tagebuch von Julie, der Toilettenfrau hat mich sehr berührt. Genau wie Guylain, ist sie eine einsame Seele, die ihren Job hasst, und sich ein schöneres Leben wünscht.

Die Sehnsucht des Vorlesers ist einfach strukturiert, sehr gut zu lesen, und ist doch nicht einfach nur oberflächlich. Die Geschichte besitzt eine Menge Charme, durchaus ein wenig Tiefgang und melancholische Poesie. Der Autor geht nicht tief in jede einzelne Lebensgeschichte der Charaktere hinein und einiges bleibt offen. Aber das fand ich überhaupt nicht störend. Das Buch endet abrupt – aber für mich an der perfekten Stelle.

Ich muss gestehen – und wenn ich mir andere Rezensionen ansehe, scheine ich die einzige zu sein – dass ich die „Büchervernichtungsfabrik“ und „Das Biest“ irgendwie fast schon wie eine Metaphor auf ein Konzentrationslager gesehen habe. Das mag sich krass anhören und vielleicht hat der Autor das überhaupt nicht beabsichtigt. Aber die Art und Weise, wie beschrieben wurde, wie jeden Tag neue Fuhren mit Büchern angeliefert und in den Schlund des Biests gekippt und vernichtet wurden… so wie Menschen und ihre Leben und ihre ganz eigenen persönlichen Geschichten in den KZ’s früher. Und dann dieser tumbe Hilfsarbeiter, der sich einen Spaß daraus gemacht hat, die Bücher zu vernichten während er sich gleichzeitig über den Schmerz lustig gemacht hat, den Guylain dabei empfunden hat… Wie gesagt, das mag einigen zu weit gehen. In mir kam aber recht schnell dieser Gedanke auf, und ich konnte ihn auch nicht abschütteln.

Das ist allerdings ein sehr persönlicher Gedanke und Die Sehnsucht des Vorlesers ist überhaupt kein düsteres Buch. Es ist eine Ode an die Literatur, und eine kleine aber feine Liebesgeschichte. Zauberhaft ohne kitschig zu sein, und mit dem richtigen Maß an Gefühl wunderbar vorgelesen von Torben Kessler. Knappe vier Stunden Hörgenuss, die fast schon ein wenig zu schnell vorüber waren. ( )
  Heidi64 | Jul 18, 2021 |
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